Brandrauch – die unsichtbare Gefahr am Arbeitsplatz

Brände gehören zu den größten Risiken in Betrieben – doch oft wird eine Gefahr unterschätzt: der Brandrauch.

Wir von IBS Müller erleben immer wieder, dass Brandschutz häufig auf die Brandbekämpfung reduziert wird. Dabei ist der wirksamste Schutz, Rauch gar nicht erst entstehen zu lassen oder seine Ausbreitung konsequent zu verhindern.

Wieso ist Brandrauch so gefährlich?

Brandrauch ist giftig, heiß und erstickend. Bereits ein Atemzug verrauchter Luft kann lebensgefährlich sein!

  • Sauerstoffmangel: Der Rauch verdrängt den Sauerstoff – Bewusstlosigkeit kann in Sekunden eintreten.
  • Giftgase: Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO₂) sind die Hauptgefahren, dazu kommen Blausäure, Salzsäure, Schwefeldioxid sowie weitere Gase und Dämpfe.
  • Sichtbehinderung: Dichte Rauchschwaden nehmen die Orientierung und erschweren die Flucht.
  • Hitze & Reizstoffe: Heiße Gase und Ruß reizen Augen, Haut, Atemwege und können zu Verbrennungen führen.

Wie verhält man sich richtig und verrauchten Bereichen?

  1. Ruhe bewahren und Notruf 112 absetzen!
  2. Rauch meiden: Wenn möglich, Türen schließen und Rauchdichtungen prüfen.
  3. Bodennahe Haltung einnehmen: In Bodennähe ist die Luft kühler und enthält mehr Sauerstoff.
  4. Mund und Nase mit feuchtem Tuch oder Kleidung bedecken. Das kann einen Teil der Schadstoffe für einen kurzen Zeitraum filtern.
  5. Fluchtwege nutzen: Wenn möglich, nicht durch den Rauch laufen, sondern über Notausgänge entkommen.
  6. Türen schließen!
  7. Sich am Fenster bemerkbar machen, wenn Flucht nicht möglich ist.
  8. Keine Aufzüge benutzen!

Nach Kontakt mit Rauchgas, sollte immer unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Da sich Kohlenstoffmonoxid sehr stark im Blut bindet, ist häufig eine Behandlung notwendig, um Folgeschäden zu verhindern.

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